Großwaldstein 5. Monat im Jahre 322

Die Grenze im Norden Großwaldstein war bedroht, ein Trupp Landvermesser war verschwunden und auch die Boten und Späher kamen nicht zurück. Gobblins und Oger wurden gesehen und der Graf schickte Soldaten des Reiches und Söldner in den Norden. Die Söldner gehörten zum Teil dem kaiserlich nesarischen Söldner-Regiment an. Zum anderen waren es fremdländische Söldner, Glücksritter und Abenteuer. Die Fremdländer reisten an und trafen im Lager auf die regulären Truppen und nesarischen Söldner. Schnell stelle sich heraus, dass es zwischen beiden Truppen ein gutmütiges Rivalitätsverhalten gab. Eine weitere Einheit waren die Pioniere und Späher des Reiches, die für die beiden Infanteriegruppen und die Fremdländer nur Verachtung übrig hatten. Die Abenteuer verhandelten mit Herrn Schönsprecher, dem Beamten des Kaisers, und wurden teils angeheuert, teils als Verbündete gewonnen.

Eine Besonderheit war, dass hier tief in der Wildnis eine Priesterin der Grauen und zwei Paladine angereist waren. Die Paladine von Ah’roun und K’loth stehen auf beiden Seiten von Licht und Schatten und die Gäste konnten dies wohl auf Verhalten der Paladine beobachten. In der Nacht zogen seltsame Schatten durch das Lager und in ihrer Gegenwart übermannte manch üble Gefühle oder dunkle Gelüste die Menschen. Weitere Dinge geschahen in der Dunkelheit: Wachen verschwanden und tief im Wald wurde eine unheimliche Mühle gefunden.

Der nächste Tag begann früh mit einem Angriff der Gobblins. Eine größere Horde hatte sich gesammelt und fiel über die Schlafenden her. Mit Mühe konnte ihnen Einhalt geboten werden.

Unter Anfeuerungen des Herrn Schönsprecher sammelte sich eine großer Truppe und zog aus, das Lager der Landvermesser aufzusuchen. Doch schon bald stellen die Menschen fest, dass der Wald nicht geheuer war, Menschen, Tiere und sogar Pflanzen waren auf seltsame Art und Weise verändert. Es war nicht das Aussehen, sondern ihr Verhalten. An der Stelle des Weges, an dem die Mühle stehen sollte, war nichts zu finden.

 Sie fanden das Zeltlager und die letzten Leichen der Truppe. Geborgen wurde das Tagebuch des kaiserlichen Landvermessers. Doch der unheimliche Einfluss wirkte nun auch auf die Abenteuer und sie zogen sich zurück.

Auf dem Rückweg wurden sie von einem großen Aufgebot Gobblins und Ogern überfallen, die ein Oger-Magus und ein Minotaurus anführten. Der Kampf war hart und zäh; doch konnte er von den Abenteuern gewonnen und der Oger-Magus gefangen genommen werden. Dieser erzählte im Austausch gegen seine Freilassung folgende Einzelheiten: der Wald ist von der „verderbten Handlung“ durchtränkt. Eine Ebene jenseits der Welt, die durch die Taten der Menschen erschaffen wurde. Ein Durchgang, den die Menschen als Mühle wahrnehmen können, hatte sich gebildet und die verderbte Handlung brach hindurch. Der Oger berichtete weiter, dass die hier lebenden Bergelben den Menschen helfen könnten. Dann ging der Oger, doch nicht ohne den Menschen mitzuteilen, dass dieses Land der viel älteren Rasse der Oger gehört und er mit neuen Truppen zurückkehren würde.

Das Tagebuch des Landvermessers gab außer dem langsamen Untergang der Vermessergruppe auch einen Brief mit einem Beruhigungstrank her. Mit diesem Trank konnten Menschen, die dem Einfluss der verderbten Handlung erlagen waren, geheilt werden.

Die Menschen machten sich auf die Suche nach den Elben. Diese spürten die Abenteurer auf, als sie in ihr Gebiet eindrangen. Die Gespräche waren lang und die Menschen mussten sich würdig erweisen, dass die Elben ihnen Hilfe gewährten.

Alle Aufgaben konnten erfüllt werden. Doch im Lager geschahen weiter unheimliche Dinge: sämtliche nesarischen Truppen waren verschwunden und in der Nacht mehrten sich die Schatten und plagten die Menschen mit dunklen Gefühlen und finsteren Visionen und Träumen.

Doch mit dem Wissen der Elben gerüstet, zogen die Menschen in den Wald und zwangen die Mühle, sich bei Tage zu zeigen. Ganz wie von den Elben angewiesen, öffneten sie die Mühle und mussten sich im Inneren dem Willen des Wesens der verderbten Handlung stellen. Einige durchdrangen den Limbus und schlossen das jenseitige Tor, während draußen die Freunde das Gebiet um die Mühle hielten. Mit letzter Kraft konnte kurz vor Einbruch der Dunkelheit auch das diesseitige Tor geschlossen werden. Auch die meisten der nesarischen Soldaten wurden gefunden, überwältigt und von dem dunklem Einfluss geheilt.

Die ersten Anzeichen für eine Besserung des Landes konnten schon bei der Abreise der Fremdländer beobachtet werden.