Im Jahre 322 fand in Nesar eine 10 tägige Trauerfeier statt. Der alte Kaiser Harald war nach 61 jähriger Amtszeit verstorben und sein Andenken sollte gefeiert werden.

Viele Reisende aus Nesaria und auch aus fremden Ländern machten sich auf den Weg, dem großen Kaiser ihre letzte Ehre zu erweisen.

So kehrten die Reisenden aus Neuland kommend, kurz vor dem Pass über den Schattenberg, in der kleinen Herberge „Zum Glücklichen Gockel“ ein. Zu den Reisenden gehörte auch der Grafensohn Wolfram mit einer Gruppe von Dienern und Leibwächtern. Ihm angeschlossen hatten sich eine Gruppe Pilger und Priester der drei Götter.

Den Reisenden wurde schnell bewusst, dass die anscheinend harmlosen Pilger in Wirklichkeit Spitzel von Feinden und Freunden des gräflichen Vaters waren, welche die Reise nutzen wollten, um den noch unerfahrenen Sohn auf Reisen wichtige Informationen zu entlocken. Gegen bare Münzen konnten die Reisenden sich dem Spiel der Politik anschließen.

Unruhe brachte eine Gruppe Räuber im Wald, die am Abend und dem nächsten Morgen die Reisenden nicht sicher ihrer Wege ziehen ließen. Doch verhielten sie die angeblichen Räuber sehr untypisch und einige Kundige fanden heraus, dass es sich bei der Gruppe wohl eher um eine Truppe Soldaten mit unbekanntem Auftrag handelte.

Als am Morgen des nächsten Tages die Gruppe um den jungen Grafen weiterzog, wurde das Ziel der angeblichen Räuber offenbart. In einem Hinterhalt lauernd, überfielen sie den Grafen. Von treuen Wächtern in Sicherheit gebracht, überlebte Wolfram den Überfall, doch nur wenige seiner Begleiter hatten das gleiche Glück. Zu Hilfe eilende Reisende fanden von den Räubern nur noch blutige Überreste. Eine weitere Gefahr hatte die Räuber auf grausame Weise getötet und anscheinend die Leichen verschleppt.

Die Spuren wurden bis zu einem seltsamen Höhlensystem verfolgt und es galt als sicher, dass die Unbekannten dort drinnen verschwunden waren.

Durch den Hauptmann der Leibwache und die Graue Priesterin informiert, wussten die Reisenden, dass der junge Graf gelähmt und sein Schwert gestohlen wurde.

Weitere umherziehende Reisende boten zahlreiche Hilfsdienste für bare Münze an. Sei es einen kaiserlichen Tierfängern entflohenen Grimm zu fangen, dem Alchemisten wichtige oder seltene Zutaten zu besorgen oder dem Kartographen bei dem Vermessen einer unbekannten Ruine zu helfen.

Leider waren die ersten Versuche das Höhlensystem zu erkunden Fehlschläge und sorgten für weitere Gelähmte unter den Reisenden. Des Nachts wurde man nun auch der Gefahr ansichtig: Rieseninsekten strömten aus dem Bau und versuchten weitere Menschen in ihre Höhlen zu verschleppen. Drei verschleppten Frauen gelang die Flucht, doch wurden sie durch Hirnwürmer in den Dienst der Insektenkönigin gezwungen und mussten mit aufwendigen Heilmethoden geheilt werden.

Einer kleinen Schar von Reisenden von Aardarsfjordern und Wallwykern gelang es, durch geschicktes Verhandeln, mit einem Waldgeist und einer im Wald lebenden Riesenspinne ein Gegenmittel für die Lähmung zu erhalten. Dieses machten sich Männer aus Firnstein zu nutze und stürmten die Höhlen und fanden des Grafen Schwert. Sie vertrieben die Königin, welche dann mit ihrer Brut von den Reisenden auf dem offenen Feld vernichtet werden konnten. Doch die Firnsteiner übergaben das Schwert nicht dem geheilten, jungen Grafen Wolfram, sondern dem Paladin des Ko’loth.

Eine Trupp der kaiserlichen nesarischen Infanterie rückte gerade rechtzeitig an, um die Firnsteiner in Gewahrsam zu nehmen. In einer schließenden Gerichtsverhandlung wurde Sir Garlen zu einer Strafe von 6 Goldstücken verurteilt.