Krieg in Nesaria

Seit Wochen wurden Bergdörfer nahe der Grenze zur unerforschten, nördlichen Ebene angegriffen.

Die Dörfer waren weder geplündert noch gebrandschatzt worden; die Bewohner verschwunden oder grausamst ermordet. Von den Angreifern fehlte jeder Spur.

Can Tolgahan Baron der freien Wolfweiter Baronie Widderklamm war nicht in der Lage der Situation Herr zu werden. Die umliegenden Grafschaften konnten Aufgrund der Heeresreform keine Truppen entsenden.

Eine Gruppe von Abenteurern und Söldnern unter Führung der Freiherren Ratorian von Wolfenfels und Eydir Havarsfostri machten sich auf den Weg zudem Grenzposten Arbesa. Dort angekommen wurden sie heftig von Barbaren aus dem Norden angegriffen und konnten nur unter großen Mühen den Ausposten erreichen. Dort erfuhren sie von Sergeant Oklar, dass alle Soldaten und der befehlende Offizier Leutnant Toja Kaan getötet worden waren.

Während sich der Sergeant auf den Weg macht, um Verstärkung zu holen. Hielten die Kämpfer und Zauberer um die Freiherren den Pass und verhinderten so, dass die Barbaren den Weg in Kernland von Wolfweite fanden, um die dortigen Dörfer zu verheeren.

Im Laufe der Kämpfe erfuhren die Abenteurer, dass im Norden eine unbekannte Macht um den „Gott ohne Namen“ aufgetaucht war. Diese Macht unterbrach das Gleichgewicht der nördlichen Stämme und zwang alle Stämme unter ihre Herrschaft und schickte sie gegen Süden.

Mit Hilfe von Mitgliedern des Stammes der Wölfe konnten die Mannen, nicht nur den Pass bis zum Eintreffen der 3. Kompanie des 2. Wolfweiter Regiments halten, sondern auch einige der Priester töten und ihren Brückenkopf in Form einer dem unbekannten Gott geweihten Statue zerstören.

Nun herrscht ein schwaches Gleichgewicht: die Wolfweiter Truppen konnten durch den Zeitgewinn die bedrohten Dörfer räumen und die Steppe mit der Kavallerie verteidigen. Doch in den Bergen sind die Barbaren im Vorteil.

Die Zukunft wird zeigen in welche Richtung sich das Gleichgewicht verschieben wird.

 

 

Offizieller Bericht!

Krieg in Nesaria

Erstmals seit über 120 Jahren wird das friedliche Nesaria innerhalb seiner eigenen Grenzen mit Krieg überzogen! Die Barbarenhorden aus dem Norden sind zurück!!

Es begann vor einem Jahr, als an den Nordgrenzen des Fürstentums Wolfsweite Dörfer brutal überfallen, geplündert und die Bevölkerungen verschleppt wurden. Anfangs glaubte man noch an eine besonders dreiste Räuberbande, doch als ausgeschickte Einheiten der Armee der Lage nicht Herr werden konnten, stellte sich die Bedrohung als größer als erwartet heraus.

Eine Gruppe Söldner und Abenteurer unter der Führung der Freiherren Eydir Havarsfostri und Ratorian von Wolfenfels zog in das umkämpfte Gebiet, um die Lage zu sondieren.

Doch statt einer Bande von Räubern fanden sie eine wilde Horde aus nördlichen Barbaren unter den aufpeitschenden Gesängen dunkler Priester. Mutig stellen die Freiherren und ihre Mannen sich dem Gegner auf einen schmalen Pass entgegen, wussten sie doch, dass sie Dörfer in der Steppe unterhalb der Berge sonst schutzlos den Barbaren ausgeliefert wären. Mit geradezu titanenhafter Anstrengung und Opferbereitschaft wurden die Horden zwei Tage lang an dem Pass aufgehalten, bis die erlösende Nachricht kam, dass die kaiserlich nesarische Kavallerie im Tal Aufstellung genommen hatte.

Die Truppe zog sich in die Steppe zurück und die nachströmenden Horden wurden von den Reitern hinweggefegt.

Doch der erste Sieg konnte die Bedrohung nicht beseitigen. Der Kavallerie war es nicht möglich in die Berge vorzudringen, da auf den engen und steilen Pässen die Überlegenheit der Reiterei nicht zum Tragen kam. Bei einem heldenhaften Versuch die Pässe zu erobern wurden zwei Kompanien komplett aufgerieben.

Nach einigen weiteren Scharmützeln an den Passzugängen stellten beide Seiten ihre Versuche ein, den Gegner direkt anzugreifen. Es herrscht nun ein trügerischer Waffenstillstand, denn weder ist es den Barbaren möglich in die Steppe vorzudringen, noch der kaiserlichen Reiterei die Pässe zu nehmen.

Doch diese Situation ist untragbar! Kaiserliches Land in den Händen von Feinden, sei es auch nur trostloses Bergland. Der Kaiser selbst hat angekündigt, dass er persönlich den Befehl über die Truppen übernehmen und nicht ruhen wird, bis die Feinde des Reiches niedergeworfen sind.
Es ist also nur noch eine Frage der Zeit bis Nesaria wieder frei von Feinden sein wird. 

Gez. 
Gerold Friedrich Schönsprecher, kaiserlicher Beamter